Sie träumen von einer Immobilie in Spanien? Die Costa Blanca gehört zu den beliebtesten Regionen für deutschsprachige Käufer — und das aus gutem Grund. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles: von der richtigen Lage über den Kaufprozess bis zu Steuern und häufigen Fehlern.
Die Costa Blanca — zu Deutsch "Weiße Küste" — erstreckt sich über mehr als 200 Kilometer Mittelmeerküste in der Provinz Alicante. Mit über 300 Sonnentagen im Jahr, milden Wintern und einer gut ausgebauten Infrastruktur ist sie seit Jahrzehnten das bevorzugte Ziel für deutschsprachige Immobilienkäufer.
Was die Costa Blanca von anderen spanischen Küstenregionen unterscheidet: Sie bietet sowohl lebhafte Urlaubsorte als auch ruhige, authentische Dörfer — und das zu deutlich günstigeren Preisen als die Costa del Sol oder Mallorca.
Doch Kaufen in Spanien ist nicht dasselbe wie Kaufen in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Wer gut vorbereitet ist, macht ein hervorragendes Geschäft. Wer unvorbereitet kauft, erlebt böse Überraschungen.
Die Costa Blanca teilt sich grob in den Norden und den Süden — mit sehr unterschiedlichem Charakter.
Der Norden gilt als der grünere, ruhigere und gehobene Teil der Costa Blanca. Die Preise sind höher, die Qualität der Objekte ebenfalls.
Der Süden ist flacher, sonniger und bietet mehr Infrastruktur. Hier liegen die meisten Golfplätze der Region.
Wer noch nie in Spanien gekauft hat, wird schnell feststellen: Der Prozess ist anders als in Deutschland — aber keineswegs komplizierter, wenn man es richtig angeht.
Die NIE-Nummer (Número de Identificación de Extranjero) ist Ihre steuerliche Identifikationsnummer in Spanien. Ohne sie können Sie keine Immobilie kaufen. Sie können die NIE-Nummer beim spanischen Konsulat in Deutschland beantragen oder direkt vor Ort bei der Polizeidirektion in Alicante.
Wichtig: Planen Sie hierfür mindestens 4-6 Wochen ein, wenn Sie es in Deutschland beantragen.
Für den Kauf benötigen Sie ein spanisches Bankkonto. Die meisten Banken eröffnen Konten auch für Nicht-Residenten. Empfehlenswert sind BBVA, Sabadell oder CaixaBank — alle mit deutschsprachigem Service in Touristenregionen.
Haben Sie ein Objekt gefunden, sichern Sie es mit einem Reservierungsvertrag und einer Anzahlung von meist 3.000 bis 6.000 Euro. Damit wird das Objekt vom Markt genommen.
Lassen Sie den Vertrag immer von einem unabhängigen Anwalt prüfen — nie nur vom Makler.
Der wichtigste Vertrag vor dem Notartermin. Hier werden alle Details fixiert: Preis, Übergabedatum, Inventar, aufschiebende Bedingungen. Die Anzahlung beträgt üblicherweise 10% des Kaufpreises.
Sollte der Verkäufer zurücktreten, muss er die doppelte Anzahlung zurückzahlen. Treten Sie zurück, verlieren Sie die Anzahlung.
Lassen Sie technisch und rechtlich prüfen:
Der Kaufvertrag wird beim Notar beurkundet. Beide Parteien müssen anwesend sein — oder einen Bevollmächtigten schicken. Der Notar prüft die Identitäten und liest den Vertrag vor. Bezahlt wird per Bankcheck.
Nach dem Notartermin wird das Objekt auf Ihren Namen ins Grundbuch eingetragen. Das dauert meist 2-4 Wochen.
Planen Sie je nach Region zwischen 10% und 14% des Kaufpreises als Nebenkosten ein.
Spanische Banken finanzieren Nicht-Residenten üblicherweise bis zu 60-70% des Kaufpreises. Wer eine schuldenfreie Immobilie in Deutschland hat, kann diese beleihen. Ein großer Teil unserer Kunden kauft ohne Finanzierung — das vereinfacht den gesamten Prozess erheblich.
Die Costa Blanca ist eine der golfreichsten Regionen Europas. Allein im Süden rund um Torrevieja und Orihuela Costa gibt es mehr als 20 Golfplätze. Objekte in direkter Golfplatznähe erzielen höhere Mietrenditen und gelten als wertbeständiger.
Kurzzeitvermietung ist in der Comunitat Valenciana reguliert — Sie benötigen eine Touristik-Lizenz. Wer 8-12 Wochen im Jahr selbst nutzt und den Rest vermietet, kann bei einem gut gelegenen Objekt mit einer Nettomietrendite von 4-6% rechnen.
Die Costa Blanca bietet 2025 nach wie vor hervorragende Möglichkeiten für deutschsprachige Käufer. Die Preise sind im europäischen Vergleich noch immer attraktiv — aber der Markt zieht an, besonders im Norden.
Wir sind seit über 40 Jahren an der Costa Blanca zu Hause — und wir sprechen Ihre Sprache. Nicht nur Deutsch, sondern auch die Sprache des spanischen Immobilienmarkts.
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